Blog & Notizen

Ukraine: Kultur trotz Krieg

Der EuropaMaidanLeipzig e. V. lädt zu einer Diskussion am 15. Februar 2018 um 18.30 Uhr ins Zeitgeschichtliche Forum Leipzig ZGF ein.

Die deutsche Öffentlichkeit hat sich an schlechte Nachrichten aus der Ukraine gewöhnt. Ein solches Bild ist jedoch einseitig. Nach der Euromaidan-Revolution 2013/14 hat sich im Land enorm viel verändert. Zahlreiche Initiativen entstanden, die den Menschen die Möglichkeit bieten, sich auch künstlerisch zu entfalten und kreativ auszudrücken. Diese Projekte fördern auf unterschiedlichste Art eine kritische Auseinandersetzung mit den sozialen und politischen Prozessen in der Ukraine. Dabei dominieren den Diskurs solche Themen wie Menschenrechte, Korruption, politische Verfolgung, Verlust und Zerstörung, Identität und Zukunftsperspektiven. Welche Rolle spielt die Kultur in Zeiten des von Russland aufgezwungenen Krieg? Was sind das für Menschen und Gruppierungen, die die Veränderungen in der Ukraine in Richtung Demokratie vorantreiben? All diese Themen werden mit Victoria Amelina, Stanislav Fedorchuk und Jurko Prochasko im Zeitgeschichtlichen Forum diskutiert.

Der Auslöser, jedoch nicht der alleinige Grund für die Massenproteste 2013 in der Ukraine lag in der plötzlichen Aussetzung des EU-Assoziierungsabkommens am 21. November 2013 durch die ukrainische Regierung  – unter Druck Russlands. Die Massenproteste fanden im Februar 2014, mit fast hundert Toten und hunderten Verletzten einen schrecklichen Höhepunkt. Am 21. Februar war gezielt auf Demonstranten geschossen worden. Die Opposition beharrte darauf, dass Präsident Viktor Janukowytsch zurücktreten müsse. Schließlich übernahm die Opposition am 22. Februar die Macht in Kiew. Nunmehr erklärte sich auch die Polizei zur Zusammenarbeit bereit. Die anderen Sicherheitsorgane des Innenministeriums äußerten sich ähnlich. Gleichzeitig setzte sich Janukowytsch nach Osten und schließlich nach Russland ab. In Kiew bildete sich eine Übergangsregierung und vorgezogene Präsidentschaftswahlen wurden angekündigt.

„Die Ukraine befindet sich vier Jahre danach – wie kann es anders sein – immer noch in einem gewaltigen gesellschaftlichen Umbruch. Unsere ganze Sympathie gehört dabei der demokratischen Entwicklung in der Ukraine und den Menschen dort. Alles, was 2013/14 in der Ukraine an Schrecklichem geschah, hätte auch 1989 in der DDR geschehen können. Das Mindeste, was wir heute tun können, ist uns über das große europäische Land und seine mutigen Menschen zu informieren.“, so Uwe Schwabe, EuropaMaidanLeipzig e. V.

*Der EuropaMaidanLeipzig e. V. sucht engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Sprechen Sie uns nach der Veranstaltung an.

Weiteres zum Thema