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Von einem, der auszog in eine nicht vergangene Zeit: Leben diesseits der Mauer. Historischer Report 1945-1989

Von Reinhard Bohse erscheint bei Edition Hamouda Leipzig, 2021, 280 Seiten, Hardcover. Mit „Leben jenseits der Mauer“ schrieb Prof. Dr. Elmar Schenkel ein Vorwort .

Im Klappentext heißt es: Ein lebendiges Zeitbild entwirft der Autor mit persönlichen Dokumenten, überraschenden Episoden, spannenden Geschichten und aktiven Menschen. Der Autor berichtet aus seinem Leben und vom Alltag in der DDR, er schreibt über den Anfang und das Ende dieses Landes, über bisher wenig bekannte und völlig unbekannte Seiten, über seltsame Konstellationen und merkwürdige Zusammenhänge.

Über 40 Jahre entwickelten sich die beiden Teile Deutschlands auf unterschiedlichen Wegen. Die DDR blieb eine geschlossene Gesellschaft, großräumig von einer Mauer umgeben und kleinteilig von Propaganda traktiert. Das Land offenbart bis heute – auf den ersten Blick – kaum Geheimnisse und Hintergründe. Damals schien das Leben nicht selten ausgelassen fröhlich, manchmal herzerfrischend komisch, zuweilen ärgerlich und lebensbedrohlich: Wer den Mund aufmachte, brauchte Mut, wer widersprach, lebte gefährlich, sich einzureihen, war angesagt. Auch bunte Vögel flogen durch die Zeiten und bis an die Grenzen. Angesichts des Falls der Mauer wird Wahnsinn zum geflügelten Wort. Am Ende ist das Leben offen und frei. Wer hätte je einen solchen Weg für möglich gehalten?

Reinhard Bohse wurde 1948 in Leuben bei Meißen geboren, studierte in Freiberg, lebt und arbeitet seit 1973 in Leipzig, zunächst als Geologe, später als Verlagslektor; 1989 Mitbegründer des Neuen Forums und des Forum Verlages Leipzig. Von 1990 bis 1998 – nach der Wahl von Dr. Hinrich Lehmann-Grube zum Oberbürgermeister – sprach Bohse als Pressesprecher für die Stadt Leipzig. Nach wie vor gilt seine besondere Aufmerksamkeit der Jazzmusik, Literatur und Zeitgeschichte.