Wer A sagt, muss B beackern

Der Grund, weshalb ich mein Unternehmen Wortgebrauch nenne, liegt in der Überzeugung, dass nicht nur Worte über Wirkung und Verstehen einer Botschaft entscheiden, sondern vielmehr deren Gebrauch.

Kommunikation ist die Verständigung zwischen Menschen mithilfe von Sprache oder Zeichen. Doch Kommunikation beinhaltet weit mehr als ihr üblicherweise zugeschrieben wird. Kommunikation ist nicht nur die zwischen Menschen (interpersonale Kommunikation) in Veranstaltungen, Kneipen und Cafés, in Familien, bei Freunden, auf der Straße … sondern realisiert sich auch als öffentliche Kommunikation in Zeitungen (aller Art), im Fernsehen, Rundfunk, Internet, in sogenannten sozialen Netzwerken wie bei Facebook und Twitter sowie (intern) innerhalb von Verwaltungen und Firmen. Bei jeder Art von Kommunikation entscheidet der Gebrauch.

Kommunikation verbindet sich meist mit dem Wunsch, für Personen und Themen Aufmerksamkeit zu erzeugen, Informationen zu vermitteln und Verhalten zu beeinflussen. Dabei prägen Mittel und Medien entscheidend den Inhalt. Gleichermaßen wichtig sind Aufnahmebereitschaft, Erfahrung und Wissen der Kommunikationsteilnehmer. Journalistische Medien ringen um Aufsehen, weil sie mit Informationen Geld verdienen. Aus diesen Gründen erschließt sich der Prozess, wie Kommunikation funktioniert und Wirkung entfaltet, in den Medien auf den ersten Blick kaum.

Im Prozess der öffentlichen Kommunikation spielt die Organisationskommunikation (mit dem Teilbereich Public Relations) eine herausgehobene Rolle. Sie organisiert – häufig als Unternehmenskommunikation bezeichnet – in und für Unternehmen und Institutionen die Kommunikation. Sie beliefert die journalistischen Medien mit Informationen und veröffentlicht selbst. Organisierte Kommunikation bedarf professioneller Kommunikatoren, Ressourcen, Netzwerke und Logistik. Kommunikation entsteht – ob gewollt oder nicht – aus dem Verhalten der Akteure und im Gebrauch von Worten. Erfolgreich wird, wer diese Kommunikation stringent organisiert. Wer A sagt, muss B beackern.

In der Parxis kann allerdings auch deutlich werden, dass A falsch war oder neu formuliert werden muss. Ganz im Sinn von Berthold Brecht, der mehrfach im Leben irrte: „Wer A sagt, der muss nicht B sagen. Er kann auch erkennen, dass A falsch war.“

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